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Epilepsie

Bei der Epilepsie kommt es zu einer anormalen elektrischen Impulsaktivität im Gehirn. Die Epilepsie ist eine Funktionsstörung des Gehirns. Auslöser für diese Störung sind abnorme, gleichzeitige elektrische Entladungen von Nervenzellen (Neuronen). Man unterscheidet nach der Ursache drei Hauptgruppen von Epilepsien, die sich aber nicht scharf voneinander abgrenzen:

Bei der kryptogene Epilepsie wird eine Ursache vermutet, sie kann jedoch mittels bildgebender Untersuchungen (Computer- bzw. Magnetresonanztomographie) nicht gefunden werden.

Die Ursachen der idiopathischen Epilepsie sind auch unklar, allerdings besteht der Verdacht oder der Nachweis, dass diese Epilepsieform vererbbar ist. Die Patienten weisen keine sonstigen Anzeichen neurologischer Erkrankungen auf. Auch hier sind die bildgebenden Untersuchungsverfahren des Gehirns (wie Computer- bzw. Magnetresonanztomographie) unauffällig.

Die symptomatische Epilepsie wird durch eine Hirnerkrankung ausgelöst

etwa durch Fehlbildungen des Gehirns

  • Hirnschädigungen eines Un-, Früh- beziehungsweise Neugeborenen durch Hirnblutung, Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff (Geburtskomplikationen) oder eine Gehirnentzündung. Diese Störungen können unter anderem mit Untersuchungsmethoden wie der Magnetresonanztomographie (MRT) nachgewiesen werden. Sie sind Ursache schwerer Epilepsieformen im Kindesalter.
  • Hirnverletzung (Schädel-Hirn-Trauma)
  • Schlaganfall (Infarkt bzw. Blutung)
  • Gehirntumore. Deshalb ist es besonders bei jungen Menschen wichtig, erste Anfälle sofort mit bildgebenden Verfahren wie der CT(Computertomographie) und der MRT (Magnetresonanztomographie) abzuklären, um diese Ursache auszuschließen bzw. zu bestätigen. ·
  • Gehirn- und Gehirnhautentzündung
  • Alkoholmissbrauch, Drogen- und Medikamentenmissbrauch
  • Stoffwechselerkrankungen und/oder genetische Störungen
  • Vergiftungen.
  • Durch welche Umstände können Anfälle ausgelöst werden?

    Anfälle können durch verschiedene Umstände (Provokationsfaktoren) ausgelöst werden, zum Beispiel durch:

  • Schlafentzug
  • Flackerlicht z.B. in einer Disko
  • Höreindrücke, etwa durch Musik
  • Beschleunigtes Atmen (Hyperventilation)
  • Entzug von Alkohol und Medikamenten. Um das wiederholte Auftreten von Anfällen möglichst zu reduzieren, sollten diese Provokationsfaktoren unbedingt vermieden werden.
  • Was ist zu tun bei einem epileptischen Anfall?

  • Ruhe bewahren, nicht davonrennen, Dauer des Anfalles beachten und notieren
  • Den Betroffenen aus ev. Gefahrenbereichen entfernen
  • Beengende Kleidungsstücke am Hals lösen
  • Kopf polstern
  • Patient nach Beendigung der Krämpfe in eine stabile Seitenlage bringen, damit ev. Speichel abfließen kann Nach Anfall, bzw. Wiedererlangen des normalen Bewußtseins, Hilfe und Begleitung anbieten.
  • Bitte unbedingt beachten:

  • Die Lage des Betroffenen nicht ändern, außer er ist in Gefahr
  • Krampferscheinungen nicht unterdrücken
  • Den Betroffenen nicht aufrichten
  • Verkrampfte Hände nicht öffnen oder festhalten
  • Kiefer nicht gewaltsam öffnen
  • Keine Gegenstände zwischen die Zähne schieben
  • Keine Unterbrechungsversuche wie Schütteln, Klopfen, Riechmittel, Anschreien, Wiederbelebungsversuche
  • Keine Weckversuche in der Nachschlafphase
  • Nach dem Anfall nicht unnötig aufdrängen